Fischotter in der Linthebene nachgewiesen

Ein spezialisiertes Team konnte im Dezember 2025 an der Linth bei Benken mehrere genetisch bestätigte Nachweise des Fischotters sichern. Zudem belegen Fotofallen aus Sevelen die erste Reproduktion im Kanton. Das Amt bittet um Meldungen von Beobachtungen – gleichzeitig werden mögliche Auswirkungen auf empfindliche Fischbestände, etwa Äschen-Laichgebiete, aufmerksam verfolgt.

Der Fischotter hat die Linthebene erreicht

Eindeutige Nachweise an der Linth: Der Fischotter ist in der Linthebene angekommen.

Ein spezialisiertes Team konnte im Dezember 2025 an der Linth bei Benken mehrere genetisch bestätigte Nachweise des Fischotters sichern. Zudem belegen Fotofallen aus Sevelen die erste Reproduktion im Kanton. Das Amt bittet um Meldungen von Beobachtungen – gleichzeitig werden mögliche Auswirkungen auf empfindliche Fischbestände, etwa Äschen-Laichgebiete, aufmerksam verfolgt.

Zusätzliche Hinweise zeigen, dass es nicht nur um einzelne Durchzügler geht. Fotofallen-Aufnahmen aus Sevelen (2024) dokumentieren Jungtiere – damit liegt der erste Reproduktionsnachweis im Kanton St.Gallen vor. Gleichzeitig wurden im Jahr 2025 auch zwei überfahrene Fischotter im St.Galler Rheintal registriert. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass sich der Fischotter im Kanton schneller ausbreitet als noch vor kurzem erwartet.

Mit der Rückkehr der Art stellen sich auch neue Fragen für Gewässer- und Fischbestände. Besonders im Fokus steht die Linth mit einem der letzten, stark geschrumpften Äschen-Laichgebiete von nationaler Bedeutung. Wie sich zusätzliche natürliche Prädation durch Fischotter (neben z. B. Kormoranen) auswirken kann, ist aktuell offen. Klar ist aber: Strukturreiche, naturnahe Gewässer mit genügend Deckung helfen Fischen, Druck durch Räuber besser zu verkraften.

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei sucht zudem gezielt nach Spuren an der Thur, da es Indizien für eine mögliche Besiedlung gibt. Wer Fischotter beobachtet oder Hinweise findet, soll dies der kantonalen Wildhut melden – gerade im Winter sind Nachweise am ehesten möglich, weil der Fischotter sehr heimlich lebt.

Bild von Insa Osterhagen auf Pixabay
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